Das neue Gentechnikgesetz schafft die Kennzeichnungspflicht für bestimmte gentechnisch veränderte Lebensmittel ab (nach dem Gesetz sind das Lebensmittel, die aus sogenannten New Genomic Techniques 1-Pflanzen erzeugt wurden). Das macht es mir als Konsument*in unmöglich, zu entscheiden, ob ich solche Produkte kaufen möchte oder nicht. Aber ich möchte wissen und selbst entscheiden, was in meinem Essen steckt!
Das neue Gentechnikgesetz schafft auch die Risikoprüfung für bestimmte Gentechnik-Pflanzen ab. Doch auch Pflanzen aus neuen Gentechnikverfahren müssen auf Gesundheits- und Umweltauswirkungen geprüft und für Verbraucher*innen gekennzeichnet werden. Das gebietet das Vorsorgeprinzip!
Das vorgeschlagene Gesetz zur neuen Gentechnik ist gefährlich, weil große Konzerne sich Saatgut patentieren lassen können. Dann erhöhen sie die Saatgutpreise und drängen Konkurrenten aus dem Markt. Eine Katastrophe für Landwirt*innen und kleine Züchter*innen, die darauf angewiesen sind, mit dem Saatgut zu arbeiten. Landwirt*innen haben weniger Auswahl und zahlen einen höheren Preis. Züchter*innen setzen sich möglichen Patentverletzungsverfahren aus. So kommt unsere Lebensmittelerzeugung immer mehr in die Hände weniger Konzerne.
Gentechnik geht oft mit Monokulturen und Pestiziden einher. Vor allem große Unternehmen, die auch Pestizide vermarkten, setzen auf die Technologie. Oder kleine Unternehmen, die dann von ihnen aufgekauft werden. Das ist nicht die Zukunft der Landwirtschaft, die ich mir wünsche.
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